Hauspflegeverein e.V. Bielefeld

Leben im Alter

Wie möchte ich leben, wenn ich nicht mehr alleine/ohne Hilfe zurechtkomme?

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Wie finde ich die für mich passende Wohnform im Alter?


Sinnvoll wäre es sicher, sich diese Frage schon einmal zu stellen, bevor wirklich Hilfe benötigt wird, aber mal ehrlich – wer macht das schon? Leider sind viele Menschen durch das Aufschieben solcher Überlegungen später gezwungen, in Verhältnissen zu leben, die sie so nicht gewünscht haben. Die besten Voraussetzungen für ein zufriedenes Leben im Alter sind rechtzeitige Überlegungen, wie man sein Leben im Alter gestalten möchte.

Wenn Sie wünschen, auf jeden Fall in Ihrer Wohnung zu bleiben, sollten Sie überlegen, welche Voraussetzungen dafür geschaffen werden müssen und was Ihnen besonders wichtig ist. Wenn Sie sich wohnlich doch noch einmal verändern wollen, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Neben den traditionellen Pflegeeinrichtungen gibt es eine Reihe neuer Wohnprojekte, wie Wohn- und Hausgemeinschaften, Betreutes Wohnen mit einem Pflegedienst im Haus und Pflegewohngemeinschaften. Informationen hierzu erhalten Sie über die städtische Pflegeberatungsstelle.
 
Aber auch wenn der Tag gekommen ist, an dem Sie oder Ihre Angehörigen feststellen, dass Sie sich nicht mehr ausreichend alleine versorgen können, ist es sinnvoll, erst einmal in Ruhe ein paar Punkte zu bedenken und sich über das weitreichende Angebot zu informieren.

Ist die Wohnung altersgerecht?

1. Gibt es Stufen oder Schwellen beim Zugang zur oder innerhalb der Wohnung?
2. Gibt es ausreichend Bewegungsfläche und ausreichend breite Türen?
3. Gibt es im Badezimmer ausreichend Platz – auch evtl. für eine Hilfsperson?
4. Lassen sich Hilfsmittel wie z.B. Handläufe, Duschsitz o.ä. installieren?

Allgemeine Fragen

  • Wie soll mein Tagesablauf in Zukunft aussehen – möchte ich weiterhin möglichst selbstbestimmt meinen Tag gestalten, oder wünsche ich die Sicherheit einer Gemeinschaft mit Freizeitangeboten?
  • Ist es grundsätzlich für mich möglich und denkbar, dass ich bzw. mein/e Angehörige/r zeitweise alleine in meiner/ihrer Wohnung sein kann (z.B. mit einem Hausnotrufsystem, so kann z.B. bei Stürzen sofort jemand kommen).
  • Bei demenziell erkrankten Personen ist wichtig, ob Weglauftendenzen bestehen. Findet sich Ihre Angehörige noch in Ihrer Wohnung zurecht? Unsere Erfahrungen zeigen hier, dass die meisten Demenzkranken sich in ihrer Wohnung und in der Regel auch in ihrem Stadtteil erstaunlich gut zurechtfinden, da sie dort meist seit vielen Jahren leben. Siehe auch Eingliederungshilfe. Jemand, der z.B. im Krankenhaus nicht zur Toilette findet, kann also durchaus zu Hause gut zurechtkommen.

Zur Hilfeleistung:

  • In welchen Bereichen benötige ich Hilfe? Was fällt mir schwer?
  • Was können meine Angehörigen übernehmen?
  • Wie ist meine finanzielle Situation? Habe ich Anspruch auf Leistungen der Pflegekasse/des Sozialamtes?

Sollten Sie sich entschieden haben, Ihre/n Angehörige/n selber zu pflegen, kann es trotzdem für Sie sehr hilfreich sein, die Beratung unseres Pflegedienstes in Anspruch zu nehmen. Wir beraten Sie gerne im Rahmen einer umfangreichen Schulung in der häuslichen Umgebung kompetent beispielsweise zu Hilfsmitteln, rückenschonender Arbeitsweise und Leistungen der Pflegekasse, die Ihnen diese große Aufgabe erleichtern. Auch wenn Ihnen oder Ihren Angehörigen das Pflegeheim als einzige vertretbare Lösung erscheint, kann es sich lohnen, unsere unverbindliche kostenlose Beratung in Anspruch zu nehmen.

Wir kommen zu Ihnen nach Hause oder ins Krankenhaus und prüfen mit Ihnen gemeinsam alle Angebote, die Ihnen zu Hause ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen können. Wir bieten nicht alle genannten Leistungen selber an, aber wir planen mit Ihnen gemeinsam, welche Leistungen und Dienste für Sie in Frage kommen, und stellen auf Wunsch auch gerne den Kontakt zu anderen Diensten her. Denn eine gute Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen ist für uns selbstverständlich.

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